Montag, 29. Dezember 2008

Kauai


So, meine Zeit in Honolulu war fürs Erste vorüber. Es ging weiter nach Kauai. Eine landschaftlich bezaubernde Insel, extrem grün und saftig sind die Hänge und Wiesen hier. Dies allerdings auch nur, weil es recht viel regnet. So soll der regenreichste Punkt auf der Erde auch auf Kauai sein. Während meines Aufenthaltes hatte ich vergleichsweise wenig Regen, allerdings war es dauernd bewölkt. Am ersten Tag meines Tripps fuhr ich mit dem Mietwagen der Küste entlang nach Norden. Am Ende der Strasse befindet sich die atemberaubende NaPali-Coast, welche nur zu Fuss zu erkunden ist. Der Weg ist allerdings 11 Meilen lang und kann nicht wirklich als Wanderweg bezeichnet werden, "Kletterweg" wäre da schon passender. Nichtsdestotrotz entschied ich mich, am nächsten Tag ein Teil dieser Strecke zu bewältigen. Für die Nacht hatte ich keine Unterkunft gebucht, Lihue, der einzige grössere Ort auf Kauai war "weit" weg. Die Tage davor hatten wir noch gewitzelt, falls ich keine Unterkunft finde, würde ich im Auto übernachten, der Gedanke daran reizte mich immer mehr und so entschied ich mich, gar nicht erst zu suchen, sondern die Nacht im Mietauto zu verbringen. Obschon ich am Strand duschen und Zähne putzen konnte war das Ganze nicht so cool wie gedacht. Anyway, am nächsten Morgen machte ich mich auf, den Kololoa-Trail entlang der NaPali-Coast zu bewältigen. Dieser Wanderweg ist wirklich bezaubernd und die Aussicht unvergleichlich. Zeitweise ist der Wanderweg schätzungsweise 500 Meter über Meer, dann wieder fast an der Küste, die Aussicht auf die nächsten Buchten und den saftig-grünen Regenwald ist einfach gigantisch. Nach gut 2 Stunden und einem kleinen Imbiss entschied ich mich umzudrehen. Sollte ich wieder mal nach Kauai kommen werde ich ein Zelt mitbringen und den ganzen Weg gehen um am Ende in einer angeblich sagenhaften Bucht zu übernachten.
Die anderen Tage gestalteten sich weniger aufregend. Den Waimea-Canyon habe ich leider nur bei Nebel besichtigen können, was das Erlebnis doch beträchtlich getrübt hat. Wobei auch das Spouting-Horn im Süden oder die verschlafenen Städtchen von Hanlalei, Kapaa oder Hanapepe einen Besuch wert sind. Die Nächte habe ich dann in einem kleinen Hotel in Lihue verbracht wo ich auch neue Kabel und Ladegeräte erwerben konnte. Leider wurde aus meinem Gepäck am Flughafen das Etui mit meinen Kabelsachen geklaut, so dass ich alles neu kaufen musste. Ein Ladegerät zur Kamera gabs leider nicht, so dass ich direkt eine ganze Kamera kaufen musste :-( Allerdings wollte ich mir sowieso mal eine neue kaufen und hier sind sie ja eh billiger als zuhause :-)

Sonntag, 21. Dezember 2008

Go Warriors, Go!

Ein Anlass hat hier einen speziellen Post verdient.  Als glühender Hawaiian Warriors Fan musste ich natürlich auch einen Football-Match meiner Lieblingsmannschaft miterleben. Das ist wirklich ein Erlebnis. Das ganze wird hier als Halbtages-Event zelebriert. Nachmittags sitzen alle auf dem Parkplatz hinter ihren Autos und grillieren, oder man gönnt sich etwas an einem Stand rund um das Stadion. Wenn man bedenkt, dass hier nur Collage-Football gespielt wird erstaunt die Zuschauerzahl von schätzungsweise 40'000 doch etwas. Der Match wird dann typisch amerikanisch mit viel Trara eingeläutet. Die Cheerleader haben ebenso ihren Auftritt wie die Uni-Musik, welche eine Super-Choreo darbietet. Während dem ganzen Spiel sitzt die Musik dann auf der Tribüne und spielt praktisch durchgehend. Die Cheerleader heizen zwischendurch dem Publikum ein, ebenso tun dies auch polynesische Trommler und Leute mit Schildern auf denen "Noise" steht. So ist die Stimmung während dem ganzen Match super und friedlich. Was ein bisschen fehlt sind Fan-Gesänge, aber wir haben uns da auch zu helfen gewusst... So dauert ein Spiel mit einer reinen Spielzeit von einer Stunde halt schnell mal vier Stunden. War aber wirklich ein guter Anlass, ich würde sofort wieder gehen. Go Warriors, go!

Freitag, 19. Dezember 2008

Second part of schooltime in Honolulu

Es hat schon wieder so lange gedauert bis zu meinem nächsten Post, sorry. Die Zeit vergeht aber auch wie im Flug. Nun ist jedoch die Schulzeit abgeschlossen und ich bin nicht mehr in der Studentenresidenz sondern alleine unterwegs. Jetzt habe ich auch etwas mehr Zeit zum schreiben. Die zweiten zwei Wochen in der Schule verliefen ähnlich wie die ersten. Morgens und manchmal Nachmittags Schule, danach an den Strand oder zu Hause rumhängen, abends draussen grillieren oder in den Ausgang. Auf jedenfall war immer was los. Die Schule war mehr schlecht als recht. Ich habe jedenfalls nicht den Eindruck, viel gelernt zu haben, aber einige Dinge habe ich sicher aufgeschnappt. Dafür habe ich weitere gute Leute kennengelernt (wiederum v.a. Schweizer) und die Beziehung mit den bereits bekannten vertieft. V.a. Ende der Woche 4 meiner Schulzeit... am Mittwoch waren wir bei der Hostfamily von Linda und Michael eingeladen. Neben ca. 11 Studenten der Global Village waren auch noch Verwandte und Freunde der Familie da. War ein bunter Mix für den die Familie ein super Buffet gezaubert hat. Am Donnerstag war dann wieder mal ein Abend zu Hause angesagt. Diesmal waren fast alle Residenzbewohner anwesend, da es vermehrt Reklamationen wegen Lärmbelästigung gab und die Schwester des Vermieters in der Residenz eine Wohnung bezogen hat, entschieden wir uns, drinnen zu feiern.... war auch ein ganz lustiger Abend. Dass am nächsten Tag Graduation auf dem Programm stand und wir etwas später aufstehen mussten war uns da sehr willkommen. Die Graduation selbst war ein recht lustiger Anlass. Viele Leute, die ich kennengelernt habe wurden an diesem Tag ebenfalls verabschiedet. Der Anlass war umrahmt von Hula-Tänzen, Be-Lei-ungen und Fotoshootings. Abends gings dann in Sam's Appartement im 41. Stock des Island Colonie. Herrlicher Ausblick, sehr viele Leute und viel Alkohol... war auch ein lustiger Abend. Das Wochendende war dann geprägt von Abschiedsstimmung. Der Grossteil der Leute, welche mit der Schule fertig waren verliess Hawaii kurz darauf was etwas auf die Stimmung drückte, der Regen tat das seinige dazu. Anyway, anfangs Woche wurde es wieder besser und wir konnten den Montag ohne Schulstress am Strand geniessen.
Auch die Planung für den Schulfreien Monat ist abgeschlossen. Momentan sitze ich in Kauai, am Sonntag geht's direkt weiter nach Big Island wo am 25.12. 7 Kollegen zu mir stossen werden. Am 29. gehe ich zurück nach Honolulu um New Year's eve (Silvester) zu feiern. An Neujahr gehen wir schliesslich für 5 Tage nach Maui, bevor ich die letze Woche auf Honolulu geniessen werde.
PS: Fotos kann ich leider keine hochladen. Die sind zwar auf der Kamera, jedoch habe ich meine sämtlichen Ladegeräte und Kabel in Honolulu vergessen... werd's aber nachholen, sobald ich kann.

Dienstag, 2. Dezember 2008

Skydiving... breathtaking


Was ich in der Schweiz schon immer mal machen wollte habe ich mir hier gegönnt... den Sprung aus einem Flugzeug. War ein Weltklasse-Gefühl.
Die Nervosität hielt sich erstaunlicherweise lange in Grenzen, als das Flugzeug jedoch abhob und mein Tandempartner die Gurte zu straffen begann, schnürte sich auch mein Magen immer mehr zusammen. Umso mehr als die Türe immer wieder geöffnet wurde und man direkt auf die Wellen der North Shore runterblicken konnte. Auf ca. 3'400 Meter Höhe war es dann soweit, die Kolleginnen vor mir sprangen raus und wir rutschten auf der Bank nach, dann standen wir auf und sprangen einfach mal so raus... direkt über dem Wasser... atemberaubend!! Und nicht nur weil der Fallwind (oder doch Fahrtwind?!?) das Atmen erschwert. Mein Herz raste und pumpte Unmengen von Adrenalin durch den Körper, die Augen suchten den Horizont und das Gehirn verstand die Welt nicht mehr (kein Wunder, wenn sie auf dem Kopf steht). Nach kurzer Zeit war aber die Orientierung wieder da und ich konnte den Rest des ca. 40 sekündigen freien Falls geniessen... sogar einige Wolken haben wir dabei durchbrochen. Mit einer fast perfekt gestandenen Landung war der Spuk nach ca. 2 Minuten schon vorbei. Ich kanns jedoch jedem empfehlen... es ist ein atemberaubendes Gefühl... oder wie die Amis sagen "breathtaking".