
Nach einem guten Monat Reisen hat Mitte Januar (ich weiss, bin spät dran) der ernste Teil meiner Reise begonnen. Nach dem Einstufungstest und eine kurzen Gespräch habe ich erfahren, dass ich zu CAE-Kurs zugelassen werde, zumindest diese Hürde war mal genommen. Wie in Hawaii

habe ich auch in Vancouver beim Einstufungstest praktisch nur Schweizerdeutsch gehört (natürlich neben Englisch)... wie sich zeigen sollte schafften es schliesslich 8 Schweizer, eine Schwedin und 2 Koreaner in den Advanced-Kurs.

Bereits am Abend nach dem ersten Tag und nach dem ersten Bier in unserer heutigen Stammbeiz Malones, durfte ich feststellen, dass ich eine super-Klasse getroffen habe. "Leider" verbringe ich also auch hier die meiste Zeit mit Landsleuten, nichtsdestotrotz habe ich auch einige Leute aus anderen Ländern getroffen und glücklicherweise sind wir erstaunlich diszipliniert und sprechen wirklich viel Englisch zusammen, was den Lernerfolg merklich steigert. Bei unseren Schulzeiten (Mo-Fr. 9-4.45, Fr. 9-1.20) ist es auch nicht ganz einfach, mit Nicht-Klassenmitgliedern in Kontakt zu kommen. Aber dafür gibt's ja den Ausgang, den ich mittlerweile in Vancouver recht gut kenne. Sei es das Malones, Cambies, Lennox oder Doolins für eine Feierabendbier oder das Roxy's, Shine, Blarny Stone, Cellar, oder die AuBar um die Nacht durchzutanzen.Der Unterricht ist um Welten besser als er in Hawaii war, aber vielleicht liegts auch am Kurs oder am Lehrer, auf jeden Fall habe ich das Gefühl, dass mein Englisch hier wirklich Fortschritte macht. Mittlerweile bin ich auch soweit, dass ich bei Konversationen auf Deutsch unbewusst englische Wörter gebrauche, sogar das Schreiben hier fällt mir schwerer weil ich immer wieder Englisch schreiben will, beispielsweise habe ich in diesem Text Englisch bestimmt schon 5 mal mit "sh" statt "sch" am Ende geschrieben! Ob's am Ende fürs CAE reicht wird sich zeigen. Jedoch war ich beim ersten Practice-Exam nur ca. 1 % unter den erforderlichen 60% und das war ca. 5 Wochen vor dem Test. Im Schnitt, denke ich, sollte ich mit dem Reading und Listening das Use ausgleichen können und Writing und Speaking sind an guten Tagen auch über 60%.... ich bin also zuversichtlich, dass am Ende meiner Reise ein Diplom auf mich warten wird.
Das Programm unter der Woche beschränkt sich eigentlich auf Schule und Ausgang, wahlweise mit Essen im Restaurant oder bei der Gastfamilie. Da es schon fast dunkel wird, wenn die Schule fertig ist, ist Sightseeing nur am Weekend möglich. Da geniessen wir aber dafür Vancouver umso mehr. Granville Island, Stanley Park, Gastown oder natürlich Downtown sind mir mittlerweile vertrauter als die Berner Altstadt.
Dafür ist das Skifahren bisher etwas zu kurz gekommen. Einzig auf einem Weekend-Tripp nach Kelwona/Big White habe ich meine 50-$-Craigslist-Skis ausprobieren können. Für den Preis bin ich sehr zufrieden mit meiner Erwerbung. Aber ich habe ja noch ein paar Wochen um dem Skifahren zu frönen.
Ach ja, und die Olympischen Spiele sind natürlich hier auch allgegenwärtig, mitten in Downtown steht auch die obligate Count-down-Uhr.
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