Nachdem schon der Trip auf den Mauna Kea nicht geklappt hat, wollte ich zumindest auf dem Haleakala, welcher immerhin eine Höhe von etwas über 3000 Meter erreicht, den Sonnenaufgang geniessen. Folglich standen wir am Samstag ca. um 4 Uhr morgens auf, packten praktisch alle (Sommer-)Kleider die wir dabei hatten ein und fuhren auf den Vulkan der Maui schuf. Wiederum meinten es jedoch die Berg-Götter nicht gut mit uns. Nachdem wir ca. eine halbe Stunde im Auto warten mussten (irgenwie war ich schneller als alle gesagt haben) mussten wir feststellen, dass der Nebel zu dicht war um irgendetwas zu erkennen und da es kein Bergrestaurant mit Kaffee-Schnaps-Angebot gab fuhren wir unverrichteter Dinge wieder zurück. Nach einem kurzen Strandbesucht am Blackrock an der Westküste besuchten wir abends das alte Fischerdorf Lahaina mit seiner schönen Strandpromenade wo wir uns auch ein gutes Essen direkt am (rsp. halb über) dem Meer genehmigten.
Wir haben uns sagen lassen, dass die Road nach Hana ein Highlight sei, dass wir uns nicht entgehen lassen sollten. Also machten wir uns am Sonntag auf, diesen Mythos zu überprüfen. Tatsächlich führt die Strasse nach Hana sehr schön dem Meer entlang und durch tropische Vegetation und bietet auch einige Gelegenheiten zum Baden. Eine davon nutzten wir in einem klischeehaften, kleinen Badeteich mitten im Regenwald. Allerdings ist die Strasse nicht für schwache Magen zu empfehlen ... Hana selbst mag zwar auch schön sein, jedoch für uns seither etwas negativ behaftet. Ohne Ortskenntnisse wie wir waren fuhren wir etwas langsamer durch Hana und bremsten auch mal auf der Suche nach einem Lebensmittelgeschäft. Zwei einheimischen Frauen hat das überhaupt nicht gefallen was sie mit kurzem Betätigen der Hupe kundtaten, worauf wir wiederum mit dem typisch hawaiianischen "Hang loose" antworteten. Am nächsten Parkplatz parkierten sie neben uns und es schien als ob die Sache gegessen sei also konnten wir uns unsererseits aufs Essen konzentrieren. Die Frauen schienen aber noch Appetit auf mehr zu haben und als der erste unserer Reisegruppe den Laden verliess wurde er sogleich von ihren Freunden angegriffen und musste gleich einige Schläge einstecken. Glücklicherweise konnte er sich jedoch kurzum befreien und zurück ins Geschäft flüchten wo wir die Situation nicht wirklich gleich richtig einschätzen konnten. Ein anderer kassierte dadurch auch noch eine Ohrfeige, weiter ins Geschäft trauten sich die Raufbolde dann aber doch nicht und "flohen" kurz darauf mit ihrem Auto, jedoch nicht ohne unser Auto mit ihrem Schlüssel zu maltretieren. Die vom Ladenbesitzer gerufene Polizei war keine 5 Minuten später am Tatort und telefonierte auch gleich mit einer der Frauen, welche das ganze als Missverständnis hinstellte. Durch das Telefonat mit den wohl stadtbekannten Kleinkriminellen konnten wir uns jedoch zumindest recht sicher sein, dass sie uns nicht irgendwo auflauerten. Trotzdem war uns die Lust irgendwie vergangen und wir machten uns, teilweise etwas ramponiert auf den Rückweg. Den Montag verbrachten wir dann nochmal am Strand bevor wir abends in den Sonnenuntergang und zurück nach Honolulu flogen.
