
Nach Kaui bin ich direkt nach Big Island weitergezogen. Am 1. Tag bin ich ca. am Mittag angekommen und habe mir ein Hostel gesucht. Da ich erst am nächsten Morgen am Flughafen ein Auto gemietet hatte bin ich mit dem Taxi zum nächstgelegenen Hostel gefahren. Da angekommen erhielt ich keinen seriösen Eindruck. Trotz Hostel-Schild über der Tür wusste ich nicht, ob ich in einer sehr unordentlichen privaten Wohnung, in einem Hanwerksbetrieb oder wirklich in einem Hostel war. Auch habe ich keine Reception oder ähnliches gefunden. Also habe ich den einen "Handwerker" gefragt ob ich hier im Pineapplepark sei. Es stellte sich heraus, dass der "Handwerker" der Inhaber und aktuell am renovieren ist. Er war ein wirklich netter älterer Mann, der das Hostel so nebenbei betreibt um etwas Betrieb im Haus zu haben. Da niemand im Dormitory war und er lieber nur ein kleines Zimmer putzen wollte erhielt ich für denselben Preis sogar ein Einzelzimmer. Welches ich auch am 24. und 28. Dezember nochmals beziehen konnte. Da ich erst 3 Tage alleine unterwegs war und dann noch 4 Tage Gesellschaft von 7 Freunde aus der Sprachschule bekam musste ich immer wieder zurück nach Hilo. Nachdem ich am 1. Tag Hilo etwas auskundschaftet habe, machte ich mich am 2. Tag mit dem Auto entlang Nordküste auf, die Sonnenseite der Insel zu entdecken. Via Akaka-Falls und Waipio-Valley erreichte ich schliesslich Captain Cook, ein Örtchen etwas südlich von Kona. Hier habe ich im selben Hostel eingecheckt wie in Hilo, das Kona-Hostel wird von der Frau vom Hilo-Manager geführt. Ein super Hostel, mit schönem Hintergärtchen, Küchen- und Aufenthaltshäuschen und Duschen im Freien! Unschlüssig, was ich tun sollte setzte ich mich an Tag 3 mit dem Notebook, meinen Guides und Prospekten in den Hinterhof als Annie (die Managerin) kam und mich fragte ob ich Lust hätte Kajaken und Schnorcheln zu gehen. Vor dem Haus stünden 2 Jungs, die das gerne tun würden aber kein Auto hätten um die Kajaks den Berg runterzufahren. Also entschloss ich mich kurzerhand mit Will (Kanada) und Jeff (USA) die Captain Cook Bay zu erkunden. War wirklich traumhaft. Das Wetter spielte voll mit, das Wasser war glasklar und gespickt mit vielen, prächtig schimmernden Fischen. Einfach herrlich, den Tag so auf dem Wasser zu verbringen. Die Bay heisst übrigens so, weil der Entdecker von Hawaii, Captain James Cook hier von den polynesischen Ureinwohnern ermordet worden sein soll. Am 24. musste ich dann wieder zurück nach Hilo. Davor besuchte ich aber noch den Place of Refuge. Ein Platz, an dem sich einerseits Könige und deren Gefolgschaften regelmässig aufhielten und andererseits, etwas abgetrennt, ein Platz, an dem Kapu-Brecher (Kapu = Gesetz) Vergebung suchen konnten. Allerdings durften sie nicht über das königliche Land gehen und mussten so über den Meerweg die scharfen Klippen erklimmen. Wer vorher erwischt wurde erlebte den nächsten Morgen sowieso nicht mehr, wer es aber schaffte, dem wurde vom dortigen Priester Absolution erteilt und er konnte zurück in sein normales Leben. Auf dem Rückweg musste ich noch eine beliebten Touristen-Tätigkeit nördlich von

Kona nachgehen. Auf dem schwarzen Lava-Gestein kann man mit weissen Steinen Nachrichten und ähnliches Schreiben... seither habe ich ein Logo für meine Hattrick-Mannschaft :-D. Der Heilige Abend gestaltete sich eher mühsam als heilig. Abends spät, und bei Regen musste ich mein Auto abgeben und dann noch etwas zu essen zu suchen. Restaurants haben aber hier meist zu, sogar der McDonalds hat da mitgemacht. Zum Glück habe ich noch einen Supermarkt gefunden, in dem ich ein Sandwich und etwas zu trinken kaufen konnte... da bin ich mir von zuhause bessere Heilig-Abend-Mahlzeiten gewöhnt ;-)
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