Der Regen wollte an diesem Weihnachtstag nicht aufhören, trotzdem fuhren wir, nach einem ausgiebigen Frühstück Richtung Kilauea-Krater. Dies ist der einzige kontinuierlich ausbrechende Vulkan der Welt. Die Lava-Landschaft war eindrücklich und einige von uns (inkl. mir!!) sind einige Kilometer durch die Landschaft gewandert. Leider sind wir nicht weit genug gekommen um fliessende Lava zu sehen und nach kurz
er Zeit hat es wieder begonnen in Strömen zu regnen. Zum Glück hatte ich mich vorgängig etwas informiert und wusste auch bei diesem Wetter etwas zu unternehmen... so fuhren wir an die Südost-Spitze wo heisses Wasser aus dem Erdinnern sprudelt und man wunderbar baden kann.... hätte nicht ein Gewitter unseren Badespass beendet würden wir wohl jetzt noch das herrlich warme Wasser geniessen. Mein erstes Ziel für Big Island, fliessende Lava zu sehen, habe ich also verpasst :-( Den Weihnachtsabend haben wir dann ganz unweihnächtlich im PizzaHut verbracht. Kleine Pizzen gabs für ca. 18 Dollar, Mittlere für 23 und Riesenpizzen für 9.90! Nachdem wir uns vergewissert haben, dass wir die Karte richtig interpretiert haben haben wir natürlich Riesenpizzen bestellt... war zwar etwas zu viel, aber wenns so krass billiger ist... die spinnen doch, die Amis! Der Regen hat übrigens während der ganzen Nacht und dem folgenden Tag in Hilo nicht mehr aufgehört. Angeblich solls einen neuen Regenrekord gegeben haben.
Zum Glück stehen auf Big Island 2 4'000er, die die Wolken recht gut aufhalten und die Kona-Coast zu einem der regenärmsten Orte der Welt machen. So machten wir uns also auf den Weg, via Süd-Küste den Westen der Insel zu erreichen. Dabei haben wir einen Blacksand-Beach (von weitem) sowie den Südlichsten Punkt der USA besu
cht. Abends haben wir in Kailua-Kona die Strandpromenade und ein Dinner genossen. Am 7. Tag ruhten wir nicht sondern wollten eigentlich auf den Mauna Kea (jedenfalls nach einigen Diskussionen über das Preis-Leistungsverhältnis der Tour). Jedoch war das Wetter zu schlecht und die Tour wurde nicht gestartet. Auch das 2. Ziel habe ich also verfehlt, was mich fast noch mehr enttäuschte. Also entschlossen wir uns doch zu ruhen. Wir fanden einen eigentlich wunderschönen Strand, war jedoch leider etwas überloffen. Auch lazy-days mit BBQ am Abend gehören zum hawaiian way of life. Schon war die Zeit gekommen wieder zurück nach Hilo zu fahren. Diesmal wieder via Nord-Küste an der wir nochmals einen Blacksand-Beach besuchten und eine Foto-Session machten sowie Waimea und Akaka-Falls kamen wir schliesslich im immer noch verregneten Hilo an. War ich froh hatte ich die Akaka-Falls bereits gesehen und musste nicht im Regen durch den Regenwald (jetzt weiss ich wieso der so heisst) zu den Wasserfällen laufen. Meine "Gspändli" flogen noch am selben Abend zurück, während ich mich wieder in mein Stamm
-Zimmer im Pineapple-Park zurückzog. Ich war jedoch schon froh, das Mietauto ageben zu können und mal nicht mehr fahren zu müssen. Big Island ist doch verhältnissmässig gross und ich habe täglich einige Stunden hinter dem Steuer verbracht.
Unter dem Strich lohnt sich ein Trip auf Big Island auf jeden Fall. Die Captain Cook Bay kann ich zum Schnorcheln wirklich jedem empfehlen. Etwas getrübt hat den Ausflug jedoch, dass ich weder auf dem Mauna Kea war noch Lava gesehen habe... aber dafür habe ich jetzt wenigstens einen Grund wieder mal nach Hawaii zu reisen ;-)
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