Donnerstag, 5. März 2009

back in school

Nach einem guten Monat Reisen hat Mitte Januar (ich weiss, bin spät dran) der ernste Teil meiner Reise begonnen. Nach dem Einstufungstest und eine kurzen Gespräch habe ich erfahren, dass ich zu CAE-Kurs zugelassen werde, zumindest diese Hürde war mal genommen. Wie in Hawaii habe ich auch in Vancouver beim Einstufungstest praktisch nur Schweizerdeutsch gehört (natürlich neben Englisch)... wie sich zeigen sollte schafften es schliesslich 8 Schweizer, eine Schwedin und 2 Koreaner in den Advanced-Kurs. Bereits am Abend nach dem ersten Tag und nach dem ersten Bier in unserer heutigen Stammbeiz Malones, durfte ich feststellen, dass ich eine super-Klasse getroffen habe. "Leider" verbringe ich also auch hier die meiste Zeit mit Landsleuten, nichtsdestotrotz habe ich auch einige Leute aus anderen Ländern getroffen und glücklicherweise sind wir erstaunlich diszipliniert und sprechen wirklich viel Englisch zusammen, was den Lernerfolg merklich steigert. Bei unseren Schulzeiten (Mo-Fr. 9-4.45, Fr. 9-1.20) ist es auch nicht ganz einfach, mit Nicht-Klassenmitgliedern in Kontakt zu kommen. Aber dafür gibt's ja den Ausgang, den ich mittlerweile in Vancouver recht gut kenne. Sei es das Malones, Cambies, Lennox oder Doolins für eine Feierabendbier oder das Roxy's, Shine, Blarny Stone, Cellar, oder die AuBar um die Nacht durchzutanzen.Der Unterricht ist um Welten besser als er in Hawaii war, aber vielleicht liegts auch am Kurs oder am Lehrer, auf jeden Fall habe ich das Gefühl, dass mein Englisch hier wirklich Fortschritte macht. Mittlerweile bin ich auch soweit, dass ich bei Konversationen auf Deutsch unbewusst englische Wörter gebrauche, sogar das Schreiben hier fällt mir schwerer weil ich immer wieder Englisch schreiben will, beispielsweise habe ich in diesem Text Englisch bestimmt schon 5 mal mit "sh" statt "sch" am Ende geschrieben! Ob's am Ende fürs CAE reicht wird sich zeigen. Jedoch war ich beim ersten Practice-Exam nur ca. 1 % unter den erforderlichen 60% und das war ca. 5 Wochen vor dem Test. Im Schnitt, denke ich, sollte ich mit dem Reading und Listening das Use ausgleichen können und Writing und Speaking sind an guten Tagen auch über 60%.... ich bin also zuversichtlich, dass am Ende meiner Reise ein Diplom auf mich warten wird.
Das Programm unter der Woche beschränkt sich eigentlich auf Schule und Ausgang, wahlweise mit Essen im Restaurant oder bei der Gastfamilie. Da es schon fast dunkel wird, wenn die Schule fertig ist, ist Sightseeing nur am Weekend möglich. Da geniessen wir aber dafür Vancouver umso mehr. Granville Island, Stanley Park, Gastown oder natürlich Downtown sind mir mittlerweile vertrauter als die Berner Altstadt.
Dafür ist das Skifahren bisher etwas zu kurz gekommen. Einzig auf einem Weekend-Tripp nach Kelwona/Big White habe ich meine 50-$-Craigslist-Skis ausprobieren können. Für den Preis bin ich sehr zufrieden mit meiner Erwerbung. Aber ich habe ja noch ein paar Wochen um dem Skifahren zu frönen.
Ach ja, und die Olympischen Spiele sind natürlich hier auch allgegenwärtig, mitten in Downtown steht auch die obligate Count-down-Uhr.

Mittwoch, 25. Februar 2009

Vancouver (Pre-school-part)

Nach einer kurzen Nacht im Flugzeug bin ich am Dienstag morgen früh in Vancouver gelandet. Da ich die letzten Tage in Hawaii voll genossen habe, bin ich nicht dazu gekommen mich über Vancouver zu informieren oder irgendetwas zu buchen, daher habe ich mich am Flughafen ins Gratis-Wireless-Internet eingeloggt und nach einem Hostel gesucht in welchem ich nach dem Frühstück auch gleich den halben Tag verschlafen habe. Am Abend habe ich dann meine Zimmerkollegen kennengelernt, zwei junge Deutsche, welche, von Whistler kommend einige Tage Vancouver und Umgebung besuchen wollten. Nach einem Tag in Metrotown entschlossen wir uns, für die nächsten zwei Tage ein Auto zu mieten und Vancouvers Umbegung zu erkunden. Diese Entscheidung feierten wir einem All-you-can-eat-Sushi-Restaurant. Auch wenn wir nicht recht wussten, was wir bestellt hatten erhielten wir eine Menge feiner Fisch- und Fleischhäppchen. So viel, dass wir richtig kämpfen mussten um nichts bezahlen zu müssen für Dinge die wir zurückgehen lassen. Am nächsten Tag erkundeten wir die Talstation von Grouse Mountain, die Shannon Falls und Squamish, wo ich meine ersten freien Weisskopfseeadler zu sehen bekam. Der folgende Tag verlief weniger erfolgreich. Der Plan lautete Tagesausflug nach Vancouver Island. Da wir am Abend noch das stimmungsmässig und spielerisch enttäuschende NHL-Spiel zwischen den Canucks und den Coyotes besuchten starteten wir nicht allzu früh und waren ca. am Mittag bie der Fähre wo wir knapp 60 Dollar für die Überfahrt zahlen mussten, was uns schon etwas überrissen vorkam. Endgültig verwirrt waren wir, als nach dem Aufkollonieren alle die Fahrzeuge verliessen. Wir haben dann herausgefunden, dass die nächste Fähre erst um 3 Uhr fährt und ca. 2 Stunden für die Überfahrt hat, was den Tagesausflug recht drastisch eingeschränkt hätte. Wir entschieden uns also umzukehren, mussten aber trotzdem warten, bis die Leute zurückkamen um aus der Kollonne auszubrechen und unser Geld zurückzufordern. Tja, Vorbereitung wäre manchmal nicht verkehrt. So besuchten wir halt nur das Aquarium im Standley Park.
Am Samstag bin ich dann mit dem Bus zu meiner Gastfamilie gefahren, welche ca. 30 Minuten ausserhalb von Downtown lebt. Ich glaube ich habe es recht gut getroffen hier, die Eltern sind nett und kümmern sich um mich und der 1-jährige Sohn ist recht lustig. Auch das Zimmer ist gross und gemütlich, einfach dank kanadischer Bauweise immer etwas zu kalt. Das Wochenende vor dem Schulanfang habe ich, abgesehen von einer Shopping- und Sightseeingtour in Downtown ruhig angehen lassen. Zum letzten mal für eine längere Zeit, wie sich zeigen sollte...

Dienstag, 10. Februar 2009

Last days in Hawaii

So schnell kanns gehen. Schon waren meine Tage auf im tropischen Paradies gezählt, zwei Monate und trotzdem viel zu wenig Zeit! Zum Schluss hatte ich noch knapp eine Woche in Honolulu in der ich, wie zu Beginn im Hostel residierte. Zwei Dinge waren noch zu erledigen, Peral Harbour und Diamond Head, ansonsten habe ich mir vorgenommen einfach nochmal das Leben auf Hawaii zu geniessen.
Pearl Harbour ist ja recht gross und wird auch heute noch militärisch und teilweise zivil genutzt. Dadurch, dass ich einfach in den Bus eingestiegen bin, ohne mir Gedanken zu machen wo ich aussteigen muss, und da die Busstation nicht entsprechend angeschrieben war, wurde meine Zeit, die Sehenswürdigkeiten zu begutachten etwas gekürzt. So reichte es nur für das USS-Arizona-Memorial... der Eintritt für die anderen Ausstellungen war aber sowieso überrissen. Zu allem Überfluss habe ich auch noch die Kamera vergessen. Das Memorial der USS-Arizona wurde natürlich typisch amerikanisch mit viel Glanz und Gloria kreiert. Nachdem man in den 40ern einige Schiffe und die verunglückte Besatzung geborgen hatte entschied man sich, aus der USS-Arizona eine Gedenk- und Grabstätte für die im Rumpf eingeschlossenen Marines zu errichten. Heute ist also quer über das Wrack der Arizona eine weisses brückenähnliches Gebäude gespannt, das an einer Wand die Namen aller gefallenen Soldaten listet. Eine kleine Fähre fährt regelmäs
sig vom Filmsaal zum Memorial und zurück zum restlichen Museeum in dem man viel Interessantes über den Angriff der Japaner und das Leben an Bord eines Schlachtschiffes erfährt.
Mein Ausflug auf den Diamond Head war etwas vom Wetterpech verfolgt. Den Aufstieg habe ich trotz FlipFlops aufgrund der dunklen Wolken denn auch in ca. 25 Minuten geschafft. (Angegeben war glaube ich etwas über eine Stunde). Die Aussicht auf Honolulu und Waikiki ist den Aufstieg aber allemal wert, erst von hier sieht man wie gross Honolulu ist. Es ist halt wirklich eine Grossstadt, auch wenn ich während meinem ganzen Aufenthalt eigentlich nie das Gefühl hatte in einer Grossstadt zu leben. Natürlich kam es wie es kommen musste und der Abstieg verlief ziemlich feucht was nicht nur meiner Kleidung sondern auch dem Griff meiner FlipFlops auf dem rutschigen Boden zusetzte. Aber egal, ich war ja in Hawaii und bei 25° verregnet werden ist ja nicht weiter schlimm ;-)
Daneben bin ich noch einige male am Strand gewesen, habe Postkarten verschickt, Souveniers gekauft und meinen Abschied abends gehörig zelebriert, es war wie während meiner ganzen Zeit in Hawaii: viele Super-Momenten und einfach eine geile Zeit. Es kann gut sein, dass dies nicht das letzte Mal war, dass ich das ehemalige Königreich mitten im Pazifik besucht habe... we'll see

Freitag, 23. Januar 2009

Maui - Waui (jedenfalls meistens)

Als letzte grössere Insel stand am Neujahrsmorgen Maui auf dem Programm. Auch noch Molokai und Lanai zu besuchen wäre zu aufwändig gewesen. Zu viert machten wir uns also auf den Weg nach Maui, drei von uns waren dabei äusserst froh, den vorangegangenen Abend nicht zu tief ins Glas geschaut zu haben, der andere putze sich dann im Mietauto mal die Zähne ;-) Da der Tag durch den Flug schon etwas gekürzt wurde und das Wetter sich von seiner besten Seite zeigte entschieden wir uns, den Neujahrstag am Strand von Maui zu verbringen. Die herrlich runden und grünen Berge hinter uns, Kahoolawe, Lanai und Molikini Crater in Sichtweite und das herrlich blaue Meer vor uns genossen wir einen super Tag am Strand und im Spiel mit den Wellen. Daneben erkundeten wir kurz die Küste von Kihei und fuhren gegen Abend in unsere Unterkunft in Paia wo wir zwar auf etwas komische Leute trafen die Zeit aber dennoch geniessen konnten. Zu zweit entschieden wir uns am Freitag auf eine Schnorcheltour zu gehen. Ich hatte in Big Island Blut geleckt und erhoffte mir wiederum ein solch wundervolles Farbenspiel der Fische wie in der Captain Cook Bay. Die Voraussetzungen schienen recht gut, schliesslich sollte der Kathamaran nach Molokini, dessen halber Kraterrand aus dem Meer schaut und Lanai fahren. Es sollte anders kommen. Molokini war schnorcheltechnisch eine Enttäuschung, es hatte vergleichseise wenig Fische und meine Brille lief immer wieder mit Wasser voll. Lanai wurde wegen schlechtem Wetter gleich komplett abgesagt, stattdessen sind wir noch irgenwo vor den West-Maui-Mountains Schnorcheln gegangen. Dafür war die Verpflegung an Bord in Ordnung und ich genoss das Wetter auf Deck. Ungeplantes Highlight der Tour war aber zweifellos das unbeabsichtigte Whale-watching. Im Winter kommen die viele Wale aus dem Norden in die Bucht vor Maui. Wir waren schon begeistert, als wir in der Ferne einen Wal aus dem auftauchen sahen. Um die Wale nicht zu verscheuchen und allenfalls einen besseren Blick auf die Meeresriesen zu erhaschen stoppte das Boot die Maschinen und die Wale kamen tatsächlich näher... und näher... bis sie schliesslich 5 Meter vor dem Boot waren, unter dem Boot durchtauchten um auf der anderen Seite wieder aufzutauchen. Es schien als wollten sie uns begrüssen (zum Glück kennen Wale keinen Flossenschlag als Begrüssung). Es war wirklich unbeschriblich, diese gigantischen Tiere 10, 12 Meter vor der Nase zu sehen. Schon alein dafür hat sich der Trip gelont.
Nachdem schon der Trip auf den Mauna Kea nicht geklappt hat, wollte ich zumindest auf dem Haleakala, welcher immerhin eine Höhe von  etwas über 3000 Meter erreicht, den Sonnenaufgang geniessen. Folglich standen wir am Samstag ca. um 4 Uhr morgens auf, packten praktisch alle (Sommer-)Kleider die wir dabei hatten ein und fuhren auf den Vulkan der Maui schuf. Wiederum meinten es jedoch die Berg-Götter nicht gut mit uns. Nachdem wir ca. eine halbe Stunde im Auto warten mussten (irgenwie war ich schneller als alle gesagt haben) mussten wir feststellen, dass der Nebel zu dicht war um irgendetwas zu erkennen und da es kein Bergrestaurant mit Kaffee-Schnaps-Angebot gab fuhren wir unverrichteter Dinge wieder zurück. Nach einem kurzen Strandbesucht am Blackrock an der Westküste besuchten wir abends das alte Fischerdorf Lahaina mit seiner schönen Strandpromenade wo wir uns auch ein gutes Essen direkt am (rsp. halb über) dem Meer genehmigten.
Wir haben uns sagen lassen, dass die Road nach Hana ein Highlight sei, dass wir uns nicht entgehen lassen sollten. Also machten wir uns am Sonntag auf, diesen Mythos zu überprüfen. Tatsächlich führt die Strasse nach Hana sehr schön dem Meer entlang und durch tropische Vegetation und bietet auch einige Gelegenheiten zum Baden. Eine davon nutzten wir in einem klischeehaften,  kleinen Badeteich mitten im Regenwald. Allerdings ist die Strasse nicht für schwache Magen zu empfehlen ... Hana selbst mag zwar auch schön sein, jedoch für uns seither etwas negativ behaftet. Ohne Ortskenntnisse wie wir waren fuhren wir etwas langsamer durch Hana und bremsten auch mal auf der Suche nach einem Lebensmittelgeschäft. Zwei einheimischen Frauen hat das überhaupt nicht gefallen was sie mit kurzem Betätigen der Hupe kundtaten, worauf wir wiederum mit dem typisch hawaiianischen "Hang loose" antworteten. Am nächsten Parkplatz parkierten sie neben uns und es schien als ob die Sache gegessen sei also konnten wir uns unsererseits aufs Essen konzentrieren. Die Frauen schienen aber noch Appetit auf mehr zu haben und als der erste unserer Reisegruppe den Laden verliess wurde er sogleich von ihren Freunden angegriffen und musste gleich einige Schläge einstecken. Glücklicherweise konnte er sich jedoch kurzum befreien und zurück ins Geschäft flüchten wo wir die Situation nicht wirklich gleich richtig einschätzen konnten. Ein anderer kassierte dadurch auch noch eine Ohrfeige, weiter ins Geschäft trauten sich die Raufbolde dann aber doch nicht und "flohen" kurz darauf mit ihrem Auto, jedoch nicht ohne unser Auto mit ihrem Schlüssel zu maltretieren. Die vom Ladenbesitzer gerufene Polizei war keine 5 Minuten später am Tatort und telefonierte auch gleich mit einer der Frauen, welche das ganze als Missverständnis hinstellte. Durch das Telefonat mit den wohl stadtbekannten Kleinkriminellen konnten wir uns jedoch zumindest recht sicher sein, dass sie uns nicht irgendwo auflauerten. Trotzdem war uns die Lust irgendwie vergangen und wir machten uns, teilweise etwas ramponiert auf den Rückweg. Den Montag verbrachten wir dann nochmal am Strand bevor wir abends in den Sonnenuntergang und zurück nach Honolulu flogen.

Sonntag, 11. Januar 2009

Silvester 08

Nach Big Island bin ich für knapp 3 Tage zurück nach Honolulu um mit meinen Freunden von der Sprachschule Silvester zu feiern. Wenn wir schon die Weihnacht links liegen liessen so mussten wir doch zumindest New Year's eve ausgiebig geniessen. Die Voraussetzungen waren jedoch denkbar schlecht, da wir am nächsten Morgen früh bereits einen Flug nach Maui gebucht hatten. Also entschlossen wir uns (eigentlich schon viel früher) den Jahreswechsel 08/09 ganz elegant und gemütlich zu begehen. Mit einem Kollegen und zwei Kolleginnen suchten wir uns also einen entsprechenden Anlass. Die Dinner-Cruise auf dem Meer vor Honolulu war leider bereits ausverkauft, der Ball im Hilton mit den Bangels zu langweilig, schliesslich wollten wir nicht einfach nur sitzend und schweigend einem Konzert lauschen, sondern den Abend zusammen geniessen.
Also entschlossen wir uns, im Top of Waikiki einen Tisch zu reservieren. Wie der Name schon vermuten lässt handelt es sich dabei um ein Restaurant über der Skyline von Waikiki, das beste daran ist aber, dass sich die Fläche mit den Tischen dreht und man so einen wundervollen Ausblick über ganz Waikiki und Honolulu geniessen kann! Nachdem wir uns alle schön vorbereitet und herausgeputzt haben gings los. Ich musste mir 2x dasselbe Hemd kaufen, da die Putzfrau wahrscheinlich das erste mitsamt Einkaufssack weggeworfen hat! Der Abend gestaltete sich recht gemütlich und schön, zuerst gabs einen Apèro im Vorraum in dem eine Live-Jazz-Band aufspielte, dann einen Fünfgänger und zum Abschluss eine Super-Feuerwerk über dem Meer vor Waikiki auf das wir natürlich den bestmöglichen Blick hatten!
Der Start ins neue Jahr ist also gelungen, was hoffentlich ein positives Licht auf den weiteren Verlauf des Jahres 2009 wirft. Ich hoffe ihr alle hattet ebenfalls einen schönen Silvester und wünsche allen nachträglich alles gute im neuen Jahr.

Donnerstag, 8. Januar 2009

Big Island - Group part

An meinem 5. Tag auf Big Island trafen meine Freunde (und deren Freunde) aus der Sprachschule ein. Ich musste also am Morgen früh aufstehen und sie zu Fuss bei strömendem Regen am Flughafen abholen. Rsp. den Mietwagen, da die ja fast alle zu grün hinter den Ohren sind um Autos ohne Junglenker-Zuschlag zu mieten ;-). Zum Glück sind Hawaiianer sehr hilfsbereit und nach wenigen Metern hat mich ein Local eingeladen zum Flughafen zu fahren (von 4 geplanten 2-Meilen-Spaziergängen zum Flughafen musste ich schlussendlich keinen gehen) Mit 2 Mietautos und zu 8 zogen wir los um den Rest der Insel zu erkunden. Ich hatte bewusst bisher Dinge gemacht, die bei einem kürzeren Aufenthalt nicht unbedingt auf dem Wunschzettel stehen. So freute ich mich jetzt, den Vulcano-Nationalpark und den Mauna Kea (höchster Berg der Welt gemessen ab Grund) zu erkunden.
Der Regen wollte an diesem Weihnachtstag nicht aufhören, trotzdem fuhren wir, nach einem ausgiebigen Frühstück Richtung Kilauea-Krater. Dies ist der einzige kontinuierlich ausbrechende Vulkan der Welt. Die Lava-Landschaft war eindrücklich und einige von uns (inkl. mir!!) sind einige Kilometer durch die Landschaft gewandert. Leider sind wir nicht weit genug gekommen um fliessende Lava zu sehen und nach kurz
er Zeit hat es wieder begonnen in Strömen zu regnen. Zum Glück hatte ich mich vorgängig etwas informiert und wusste auch bei diesem Wetter etwas zu unternehmen... so fuhren wir an die Südost-Spitze wo heisses Wasser aus dem Erdinnern sprudelt und man wunderbar baden kann.... hätte nicht ein Gewitter unseren Badespass beendet würden wir wohl jetzt noch das herrlich warme Wasser geniessen. Mein erstes Ziel für Big Island, fliessende Lava zu sehen, habe ich also verpasst :-( Den Weihnachtsabend haben wir dann ganz unweihnächtlich im PizzaHut verbracht. Kleine Pizzen gabs für ca. 18 Dollar, Mittlere für 23 und Riesenpizzen für 9.90! Nachdem wir uns vergewissert haben, dass wir die Karte richtig interpretiert haben haben wir natürlich Riesenpizzen bestellt... war zwar etwas zu viel, aber wenns so krass billiger ist... die spinnen doch, die Amis! Der Regen hat übrigens während der ganzen Nacht und dem folgenden Tag in Hilo nicht mehr aufgehört. Angeblich solls einen neuen Regenrekord gegeben haben.
Zum Glück stehen auf Big Island 2 4'000er, die die Wolken recht gut aufhalten und die Kona-Coast zu einem der regenärmsten Orte der Welt machen. So machten wir uns also auf den Weg, via Süd-Küste den Westen der Insel zu erreichen. Dabei haben wir einen Blacksand-Beach (von weitem) sowie den Südlichsten Punkt der USA besu
cht. Abends haben wir in Kailua-Kona die Strandpromenade und ein Dinner genossen. Am 7. Tag ruhten wir nicht sondern wollten eigentlich auf den Mauna Kea (jedenfalls nach einigen Diskussionen über das Preis-Leistungsverhältnis der Tour). Jedoch war das Wetter zu schlecht und die Tour wurde nicht gestartet. Auch das 2. Ziel habe ich also verfehlt, was mich fast noch mehr enttäuschte. Also entschlossen wir uns doch zu ruhen. Wir fanden einen eigentlich wunderschönen Strand, war jedoch leider etwas überloffen. Auch lazy-days mit BBQ am Abend gehören zum hawaiian way of life. Schon war die Zeit gekommen wieder zurück nach Hilo zu fahren. Diesmal wieder via Nord-Küste an der wir nochmals einen Blacksand-Beach besuchten und eine Foto-Session machten sowie Waimea und Akaka-Falls kamen wir schliesslich im immer noch verregneten Hilo an. War ich froh hatte ich die Akaka-Falls bereits gesehen und musste nicht im Regen durch den Regenwald (jetzt weiss ich wieso der so heisst) zu den Wasserfällen laufen. Meine "Gspändli" flogen noch am selben Abend zurück, während ich mich wieder in mein Stamm
-Zimmer im Pineapple-Park zurückzog. Ich war jedoch schon froh, das Mietauto ageben zu können und mal nicht mehr fahren zu müssen. Big Island ist doch verhältnissmässig gross und ich habe täglich einige Stunden hinter dem Steuer verbracht.
Unter dem Strich lohnt sich ein Trip auf Big Island auf jeden Fall. Die Captain Cook Bay kann ich zum Schnorcheln wirklich jedem empfehlen. Etwas getrübt hat den Ausflug jedoch, dass ich weder auf dem Mauna Kea war noch Lava gesehen habe... aber dafür habe ich jetzt wenigstens einen Grund wieder mal nach Hawaii zu reisen ;-)

Big Island - Lonley part

Nach Kaui bin ich direkt nach Big Island weitergezogen. Am 1. Tag bin ich ca. am Mittag angekommen und habe mir ein Hostel gesucht. Da ich erst am nächsten Morgen am Flughafen ein Auto gemietet hatte bin ich mit dem Taxi zum nächstgelegenen Hostel gefahren. Da angekommen erhielt ich keinen seriösen Eindruck. Trotz Hostel-Schild über der Tür wusste ich nicht, ob ich in einer sehr unordentlichen privaten Wohnung, in einem Hanwerksbetrieb oder wirklich in einem Hostel war. Auch habe ich keine Reception oder ähnliches gefunden. Also habe ich den einen "Handwerker" gefragt ob ich hier im Pineapplepark sei. Es stellte sich heraus, dass der "Handwerker" der Inhaber und aktuell am renovieren ist. Er war ein wirklich netter älterer Mann, der das Hostel so nebenbei betreibt um etwas Betrieb im Haus zu haben. Da niemand im Dormitory war und er lieber nur ein kleines Zimmer putzen wollte erhielt ich für denselben Preis sogar ein Einzelzimmer. Welches ich auch am 24. und 28. Dezember nochmals beziehen konnte. Da ich erst 3 Tage alleine unterwegs war und dann noch 4 Tage Gesellschaft von 7 Freunde aus der Sprachschule bekam musste ich immer wieder zurück nach Hilo. Nachdem ich am 1. Tag Hilo etwas auskundschaftet habe, machte ich mich am 2. Tag mit dem Auto entlang Nordküste auf, die Sonnenseite der Insel zu entdecken. Via Akaka-Falls und Waipio-Valley erreichte ich schliesslich Captain Cook, ein Örtchen etwas südlich von Kona. Hier habe ich im selben Hostel eingecheckt wie in Hilo, das Kona-Hostel wird von der Frau vom Hilo-Manager geführt. Ein super Hostel, mit schönem Hintergärtchen, Küchen- und Aufenthaltshäuschen und Duschen im Freien! Unschlüssig, was ich tun sollte setzte ich mich an Tag 3 mit dem Notebook, meinen Guides und Prospekten in den Hinterhof als Annie (die Managerin) kam und mich fragte ob ich Lust hätte Kajaken und Schnorcheln zu gehen. Vor dem Haus stünden 2 Jungs, die das gerne tun würden aber kein Auto hätten um die Kajaks den Berg runterzufahren. Also entschloss ich mich kurzerhand mit Will (Kanada) und Jeff (USA) die Captain Cook Bay zu erkunden. War wirklich traumhaft. Das Wetter spielte voll mit, das Wasser war glasklar und gespickt mit vielen, prächtig schimmernden Fischen. Einfach herrlich, den Tag so auf dem Wasser zu verbringen. Die Bay heisst übrigens so, weil der Entdecker von Hawaii, Captain James Cook hier von den polynesischen Ureinwohnern ermordet worden sein soll. Am 24. musste ich dann wieder zurück nach Hilo. Davor besuchte ich aber noch den Place of Refuge. Ein Platz, an dem sich einerseits Könige und deren Gefolgschaften regelmässig aufhielten und andererseits, etwas abgetrennt, ein Platz, an dem Kapu-Brecher (Kapu = Gesetz) Vergebung suchen konnten. Allerdings durften sie nicht über das königliche Land gehen und mussten so über den Meerweg die scharfen Klippen erklimmen. Wer vorher erwischt wurde erlebte den nächsten Morgen sowieso nicht mehr, wer es aber schaffte, dem wurde vom dortigen Priester Absolution erteilt und er konnte zurück in sein normales Leben. Auf dem Rückweg musste ich noch eine beliebten Touristen-Tätigkeit nördlich von Kona nachgehen. Auf dem schwarzen Lava-Gestein kann man mit weissen Steinen Nachrichten und ähnliches Schreiben... seither habe ich ein Logo für meine Hattrick-Mannschaft :-D. Der Heilige Abend gestaltete sich eher mühsam als heilig. Abends spät, und bei Regen musste ich mein Auto abgeben und dann noch etwas zu essen zu suchen. Restaurants haben aber hier meist zu, sogar der McDonalds hat da mitgemacht. Zum Glück habe ich noch einen Supermarkt gefunden, in dem ich ein Sandwich und etwas zu trinken kaufen konnte... da bin ich mir von zuhause bessere Heilig-Abend-Mahlzeiten gewöhnt ;-)